Autor: SPD Rotenburg

  • neue Räumlichkeiten der Moscheegemeinde

    neue Räumlichkeiten der Moscheegemeinde

    Unterstützung für die neuen Räumlichkeiten der Moscheegemeinde in der Innenstadt

    mit diesem Schreiben möchten wir als Ortsverein der SPD in Rotenburg unsere ausdrückliche Unterstützung für das Vorhaben der Moscheegemeinde zum Ausdruck bringen, neue Räumlichkeiten in der Innenstadt zu finden. Wir sind überzeugt, dass dieses Projekt eine wertvolle Bereicherung für unsere Stadt darstellt und einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen und interreligiösen Dialog leistet. 

    Eine zentral gelegene Moschee schafft mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen. Dadurch kann ein lebendiger Austausch entstehen, der gegenseitiges Verständnis und Respekt fördert. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, wollen wir Orte der Begegnung und des Dialogs unterstützen. 

    Darüber hinaus trägt die Präsenz der Moscheegemeinde in der Innenstadt zur Belebung des Stadtbildes bei. Eine gut gestaltete und für alle Bürgerinnen und Bürger offene Einrichtung kann einen positiven Einfluss auf das soziale Miteinander haben. Zudem stärkt eine solche Entscheidung das Prinzip der Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften. Religionsfreiheit und das Recht auf einen angemessenen Gebets- und Versammlungsort sind grundlegende Werte unserer demokratischen Gesellschaft. 

    Auch wirtschaftlich könnte die Innenstadt von diesem Vorhaben profitieren. Eine Moschee zieht Besucher an, die lokale Geschäfte, Gastronomiebetriebe und andere Einrichtungen nutzen. Dies kann zu einer zusätzlichen Belebung des Einzelhandels und der städtischen Infrastruktur führen. 

    Wir möchten mit Ihnen im Gespräch bleiben und dafür einstehen, dass die Stadt Rotenburg dieses Vorhaben wohlwollend unterstützt und damit ein Zeichen für Offenheit, Integration und ein gutes Miteinander setzt.

     

    Ingo Krampitz                    Astrid Mujica Alvarado

    Co-Vorsitzende der SPD Rotenburg

  • SPD Rotenburg (Wümme) zum Thema Friedwald

    SPD Rotenburg (Wümme) zum Thema Friedwald

    SPD Rotenburg (Wümme) zum Thema Friedwald

    SPD-Ortsverein Rotenburg (Wümme)

    Die Co-Vorsitzende
    – Öffentlichkeitsarbeit –
    Astrid Mujica Alvarado
    0151 2616 7889
    astrid.mujica.a@hotmail.de

    Rotenburg, den 12.06.2024

    SPD Ortsverein Rotenburg (Wümme) | Die Fraktion | Der Ortsverein

    Pressemitteilung

    SPD Rotenburg (Wümme) zum Thema Friedwald

    Forst Lintel
    Forst „Lintel“

    Wir, die SPD Rotenburg (Wümme), freuen uns, dass wir unser Wahlversprechen der letzten Kommunalwahl gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern mit unseren Stimmen im Stadtrat umsetzen konnten. Es wird einen Friedwald im Forst „Lintel“ nur wenige hundert Meter vor dem „Café Hartmannshof“ als eine zusätzliche Alternative zu den bestehenden Friedhöfen geben. Ein großer Wunsch vieler Rotenburger Bürgerinnen und Bürger kann damit in Erfüllung gehen.

    Der Weg vom Antrag bis zur Umsetzung war lang und schwierig, eine Entscheidung des Rates der Stadt Rotenburg (Wümme) daher ebenso notwendig wie überfällig. Die einzelnen Stationen dieses Weges reichen inzwischen gut drei Jahre zurück und stellen sich wie folgt dar:

    • Im Juli 2021 wurde nach monatelanger Diskussion ein erster Antrag der Nds. Landesforsten, der von der Stadtverwaltung befürwortet wurde, zur Errichtung eines Friedwaldes in der Nähe des Bullensees im Stadtrat mit den Stimmen der damaligen CDU-Ratsmehrheit abgelehnt.
    • Ein Jahr später, im Juni 2022, wurde ein neuer Antrag der neuen Mehrheitsgruppe von SPD/Bündnis 90 Die Grünen/Die Linke im Stadtrat in den Ausschuss für Straßen- und Tiefbau verwiesen.
    • Dieser Antrag wurde erst 5 Monate später, nämlich im November 2022, dort behandelt und eine Entscheidung dann vertagt, damit die Stadtverwaltung Zeit bekam, den Antrag auf eine Kooperation mit der „IG Forst“ (dem Zusammenschluss aller privaten Waldbesitzer in Rotenburg) zu prüfen. Diese Überprüfung sollte einige Monate dauern – gedauert hat sie dann ein Jahr.
    • Im November 2023 sollte der Antrag von SPD/Bündnis90 Die Grünen/Die Linke auf einen Friedwald schließlich weiter vorangebracht werden, weil die IG Forst insgesamt eine Kooperation in dieser Sache mit der Stadt abgelehnt hatte.
    • Es meldete aber zu diesem Zeitpunkt neben den Nds. Landesforsten ein weiterer Bewerber aus dem Zusammenschluss mehrerer Interessenten Interesse an dem Projekt „Friedwald“ an, darunter auch ein Rotenburger Unternehmer und Mitglied des Stadtrates. Dieser Bewerber hatte zu dem Zeitpunkt kein konkretes Konzept oder ein Angebot vorliegen, bis auf den Standort: Ein Wald in der Nähe von Unterstedt. So kam es zu einer weiteren Vertagung der Beschlussfassung, damit der neue Bewerber ein solches Konzept ausarbeiten und vorstellen könnte.
    • Im Februar 2024, fast zwei Jahre nach der ersten Antragsstellung von SPD/Bündnis90 Die Grünen/Die Linke wurde dieser Antrag des neuen Bewerbers dann in den Ortsrat Unterstedt verwiesen – obwohl der neue Bewerber kein Konzept vorgelegt hatte und damit eigentlich keine Basis bestand, auf deren Grundlage eine Entscheidung hätte getroffen werden können.
    • Im April 2024 stellten wir als Mehrheitsgruppe dann den Antrag, die beiden Projekte „Friedwald in Kooperation mit den Nds. Landesforsten“ und „Ruheforst in Unterstedt durch den privaten Betreiber“ getrennt voneinander zu behandeln.
    • Da das Konzept der Nds. Landesforsten seit Jahren vorlag und diese sich inzwischen aufgrund des Zeitverzuges bei der Entscheidungsfindung der Stadt Rotenburg nach einem alternativen kirchlichen Träger für den Friedwald umsahen, bestand offenkundiger Entscheidungsbedarf in dieser Angelegenheit. Gleichzeitig hätte der private Betreiber alle für ihn notwendige Zeit erhalten, sein Konzept auszuarbeiten und vorzustellen.
    • So hätten beiden Projekte eine Chance gehabt, realisiert zu werden.
    • Dieser Antrag auf Trennung wurde zweimal abgelehnt, obwohl wir jedes Mal betonten, dass wir auch einen Ruheforst in Unterstedt nicht ablehnen würden, da die Entscheidungen in den Ortsräten auch im Stadtrat respektiert werden.
    • Schlussendlich, am 23.05.2024, wurde unserem Antrag auf Trennung per Ratsabstimmung zugestimmt. So hatten beide Projekte eine Chance, realisiert zu werden.
    • Zu diesem Zeitpunkt, zwei Stunden vor der Ratssitzung, lag ein weiterer Antrag der CDU/FW, FDP/WIR, BEGO auf Vertagung vor. Dem haben wir nicht zugestimmt, zumal immer noch kein konkretes Konzept durch den privaten Bewerber vorgelegen hat und auch nicht absehbar war, wann eines vorliegen würde.
    Forst „Lintel“

    Uns war es dabei wichtig, unser Wahlversprechen den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber umzusetzen, die angebotene sehr vertrauensvolle Kooperation mit den Nds. Landesforsten konstruktiv als Stadt Rotenburg anzunehmen und einen Friedwald in dem angebotenen, über 80jährigen würdevollen Buchen- und Eichenwald zu realisieren.

    Das war die berechtigte Erwartungshaltung unserer Wählerinnen und Wählern uns gegenüber und diese haben wir damit erfüllt.

    Sollte der private Bewerber oder ein anderer ein entsprechend tragfähiges Konzept für einen Ruheforst in Unterstedt vorlegen, wird dieses Projekt die Zustimmung der SPD Rotenburg (Wümme) finden.

     

    Rolf Klammer

    Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat

    Ingo Krampitz                                                                   Astrid Mujica Alvarado

    Co-Vorsitzende des Ortsvereins der SPD Rotenburg

  • Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, Herr Bürgermeister, Mitglieder der Verwaltung, sehr geehrte Ratsmitglieder, Vertreter der Presse und Gäste

    Heute haben wir hiermit ein Thema auf der Tagesordnung, das uns schon seit ca. 4 Jahren beschäftigt. Es geht, um die Möglichkeit neue Bestattungsmodelle in Rotenburg anzubieten. Ganz speziell geht es hier um Waldbestattungen. Damals ging es noch darum, ob überhaupt diese Möglichkeit in Rotenburg angeboten werden soll. Das wurde damals abgelehnt.  Der Wunsch vieler Rotenburgerinnen und Rotenburgern führte nun dazu, dass wir den Punkt noch einmal auf die Tagesordnung brachten. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen planungs- und verwaltungsrechtlichen Schritte für die Errichtung eines Friedwaldes einzuleiten. Zwei Tage vor dem Termin des Ausschusses für Straßen- und Tiefbau am 08.11.23, stellten die CDU/Freie Wähler einen Antrag auf Vertagung des entsprechenden Tagesordnungspunktes, da ein weiterer Anbieter interessiert sei, eine entsprechende Bestattungsform anzubieten. Eine etwas unglückliche Terminierung, wie ich meine.

    Auf der einen Seite haben wir nun die Landesforsten/Friedwald GmbH und auf der anderen Seite die Ruheforst GbR.  Daraufhin stellten wir den Änderungsantrag: “Trennung der Entscheidung über Ruhestätte“ vom 02.04.2024. Der daraus resultierend ursprüngliche Beschlussvorschlag beinhaltete eine Ablehnung unseres Antrags der SPD/Bündnis 90 Die Grünen/Die Linke und gleichzeitig die Zustimmung zu einem „RuheWald Rotenburg“ in Unterstedt.

    Ich möchte jetzt hier noch einmal, wie bereits im Ausschuss ausdrücklich erklärt, betonen, dass es bei unserem Antrag NICHT, ich betone noch einmal NICHT, um eine Ablehnung des RuheWaldes in Unterstedt handelt. Dazu fehlen uns auch noch immer entsprechende Unterlagen, um das beurteilen zu können. Es geht einzig und allein nur darum, die Entscheidung voneinander zu entkoppeln, damit auch weiterhin die Möglichkeit besteht, dass die Stadt am Friedwaldprojekt im Lintel Einfluss nehmen kann.

    Da es im Unterstedter Ortsrat eine positive Entscheidung zu Gunsten des Ruheforstes in ihrem Ort gab, werden wir das auch im Abstimmungsverhalten berücksichtigen, wie das ja auch sonst bei derartigen Entscheidungen der Ortsräte üblich ist. Auch das habe ich bereits im Ausschuss ausdrücklich betont.

    Auch sehe ich hier kein „politisches Geplänkel“, wie nachzulesen war, da alle Parteien im Rat eine Form der Waldbestattungen, also dem Wunsch vieler Rotenburger Bürgerinnen und Bürgern, Rechnung tragen. Es gilt die beste Lösung zu finden. Ob ein Wald sich nun besser oder schlechter für Waldbestattungen eignet, darüber kann man meiner Meinung nach durchaus streiten. Meiner persönlichen Meinung nach ist der Standtort im Lintel in vielerlei Hinsicht besser geeignet. Das ist aber, wie gesagt, meine persönliche Meinung. Aber wie schon eben erwähnt, würde ich auch einen, vom Ortsrat Unterstedt gewünschten Standort, aus den erwähnten Gründen, nicht ablehnen.

    Der Bürgermeister sprach in der Zeitung vom 05.04.24 davon, dass die Stadt die Wahlmöglichkeit haben müsse. Dieses ist aber meiner Meinung nach nur möglich, wenn die Stadt mit allen Beteiligten, also Niedersächsische Landesforsten und Ruheforst GbR, weiterhin das Gespräch sucht. Genau darauf zielt unser Antrag.

    Vielen Dank meine Damen und Herren

  • Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Meine sehr geehrten Damen und Herren,

    Es ist heute auf den Tag genau 75 Jahre her, dass das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft trat. Es stellt eine der wichtigsten Lehren aus den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dar. Nicht von ungefähr stehen an seiner Spitze die Grundrechte. Es ordnet das Zusammenleben in unserem Land nach demokratischen Prinzipien und nach dem Prinzip der sozialen Rechtsstaatlichkeit. Diese Prinzipien schienen über die Jahrzehnte hinweg zur selbstverständlichen Grundlage unseres Lebens in diesem Lande geworden zu sein. Antidemokratische und extremistische Kräfte stellen das in jüngster Zeit jedoch immer stärker in Frage.

    Die SPD Rotenburg begrüßt deshalb die Initiative der Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt nachdrücklich. Die SPD Rotenburg unterstützt zudem nachdrücklich, dass sich die Stadt Rotenburg dieser Erklärung anschließt.

    • Wir bekennen uns zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung, zur Menschenwürde und zu allen Grundrechten, zur Demokratie und zum Rechtsstaat.
    • Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen in ihrer Verschiedenheit akzeptiert und respektiert werden. Dazu gehören gerade in Rotenburg Menschen mit Behinderung.
    • Wir stehen an der Seite derjenigen, die von Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Hass und Ausgrenzung betroffen sind.
    • Wir treten ein für offene Diskussionen, sachliche Debatten und respektvollen Umgang miteinander.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
    Vorgetragen von Ina Helwig

     

  • Stellungnahme der Fraktion und des Ortsvereins der SPD

    Stellungnahme der Fraktion und des Ortsvereins der SPD

    Stellungnahme der Fraktion und des Ortsvereins der SPD

    Der Artikel „Winterrasen: Ex-Bürgermeister Weber nach massiven Vorwürfen des Prüfungsamtes im Abseits“ in der Kreiszeitung vom 24.01.2024 geht inhaltlich auf einen Prüfbericht zurück, der Fraktion und Ortsverein der SPD vor Ort seit letztem Montag vorliegt. [Korrektur (15.02.): Der Prüfbericht liegt der Fraktion seit Montag und dem Vorstand seit Mittwoch vor.] Aufschluss über den kontinuierlichen Verlauf der Arbeiten geben sowohl die regelmäßigen Protokolle des Verwaltungsausschusses der Stadt Rotenburg genauso wie das Archiv der Kreiszeitung, die regelmäßig über die Bauarbeiten berichtet hat. Fest steht, dass der Rat der Stadt Rotenburg demokratisch über das Vorhaben abgestimmt hat.

    Wir haben Andreas Weber als Bürgermeister in Rotenburg in seiner politischen Aktivität und seinem großen Engagement für die Kreisstadt immer unterstützt. Fraktion und Ortsverein der SPD bevorzugen abschließend die Überprüfung des Sachverhalts durch ein unabhängiges Gremium.

     

    Rolf Klammer
    Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat

     

    Ingo Krampitz                                                 Astrid Mujica Alvarado
    Co-Vorsitzende des Ortsvereins der SPD Rotenburg

  • Fraktion vor Ort in Rotenburg: Klingbeil und Bartol im Gespräch über die Zukunft des bezahlbaren Wohnraums

    Fraktion vor Ort in Rotenburg: Klingbeil und Bartol im Gespräch über die Zukunft des bezahlbaren Wohnraums

    Wie sieht die Zukunft des bezahlbaren Wohnraums im ländlichen Raum aus? Dieser Frage gingen die der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Sören Bartol in einer Diskussion mit Stadtplanern, Kommunalpolitikern, Architekten und Hausbesitzern im Rotenburger Rathaus nach. Insgesamt diskutierten rund 60 Bürger*innen zwei Stunden mit beiden SPD-Politikern. Bevor die Diskussionsveranstaltung im Rotenburger Rathaus begann, nutze Klingbeil den Besuch des Staatssekretärs für einen Spaziergang mit der ersten Stadträtin Bernadette Nadermann durch die Rotenburger Innenstadt zum Innovationsquartier, um über die Stadtentwicklung Rotenburgs zu informieren. Vor Ort tauschten Sie sich mit der Geschäftsführerin der Rotenburger Werke, Sabine Ulrich, über das Potential des Innovationsquartiers aus. Hintergrund dessen ist die zugesagte Förderung des Landes in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung (Bund und Land) zur Weiterentwicklung. Ziel seien unter anderem Klimaanpassungen und in der Stadt für mehr Grün, mehr Wasser und weniger versiegelte Flächen zu sorgen.

    Klingbeil berichtet eingangs der Diskussionsveranstaltung vom spürbar zunehmenden Wohnungsmangel auch im ländlichen Raum. „Die Pandemie hat die Vorzüge des ländlichen Lebens stark in den Vordergrund gestellt. Wir merken, dass die Nachfrage nach Bau- und Wohnraum in unserer Region stark steigt. Wir müssen deswegen jetzt die Weichen dafür stellen, dass der Wohnraum in unserer Region für Familien auch künftig bezahlbar bleibt“, macht Klingbeil deutlich.
    Bartol betonte im Rotenburger Ratssaal, dass die Bundesregierung, den Ländern im Zeitraum von 2022 bis 2027 Programmmittel in Höhe von insgesamt 18,15 Milliarden Euro zur Verfügung stellen will. Neben dieser Recordsumme werden weitere und auch neue Instrumente wie die Neue Wohngemeinnützigkeit (NWG) weiter vorangetrieben zur Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Außerdem würdigte Sören Bartol die Idee der Wohnungsgenossenschaften und betonte, dass der Bund und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Erwerb von Genossenschaftsanteilen fördert. Die Programmmittel für die KfW-Genossenschaftsförderung sollen ab 2024 sogar erhöht werden, von 9 auf 15 Millionen Euro.

    Die Bundesregierung fördert verschiedene Lösungsansätze, wie genossenschaftliches Wohnen, Mehrgenerationenwohnprojekte, sozialen und kommunalen Wohnungsbau, Wohneigentum für junge Familien oder Wohngeld. Sie hat im „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ ein Maßnahmenpaket für eine Bau-, Investitions- und Innovationsoffensive vorgelegt. Dabei gehe es auch darum, die Weichen für einen klimaneutralen Gebäudesektor bis 2045 zu stellen, unterstreicht Klingbeil. Klingbeil dankte Bartol, dass er in seiner Funktion des Staatssekretärs offen für Hinweise, Kritik und Anregungen beim Thema bezahlbarer Wohnraum war und sagte zu, das Thema eng zu begleiten.

  • Andreas Weber – Offener Brief

    Andreas Weber – Offener Brief

    In den vergangenen Wochen wurde seitens der CDU, der FDP auch seitens der Grünen-Fraktion vereinzelt und in der Haushaltsdebatte des Rates am 6.7.2023 verstärkt Vorwürfe hinsichtlich des Handelns des Vorgängers des jetzigen Bürgermeisters und seiner damaligen Verwaltung laut:

    Es gäbe schwere Versäumnisse in finanzieller Hinsicht durch eine fehlende Gebührenanpassung der Abwassergebühren, bezüglich einer erforderlichen Sanierung des Kanalsystems der Stadt und schließlich sogar seitens der FDP (Künzle), dass es Versäumnisse bei Schule und Feuerwehren gäbe, die uns jetzt auf die Füße fallen würden. Der neue Bürgermeister hätte ein „schweres Erbe“ (Dr. Rinck) von seinem Vorgänger übernommen.

    Zugegeben ist es auch in meiner Zeit als Bürgermeister jedes Jahr schwer gewesen, einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren, dass dieser durch die Kommunalaufsicht genehmigt werden konnte, dabei trotzdem in 7 Jahren erhebliche Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung, Wohnungsbau, Klimaschutz, Unternehmensansiedlung und Brandschutz selbst vorzunehmen oder durch Kooperationspartner zu initiieren.

    Dieses nunmehr zu negieren, widerspricht den Fakten, ist unfair und respektlos gegenüber dem Erreichten. Ich hätte mir einen Faktencheck seitens der Verwaltung oder der Rotenburger Kreiszeitung gewünscht, was bisher nicht geschehen ist.

    Um etwas Klarheit in die komplexe Historie zu bringen, zitiere ich folgende Fakten der letzten Jahre:

    Zunächst mussten die Finanzen der Stadt durch zwei Grundsteuer- und Gewerbesteueranpassungen (2013 von 340 auf 360 Prozentpunkte und 2016 von 360 auf 390 Prozentpunkte) gegen den erheblichen Widerstand insbesondere von den jetzigen Hauptkritikern CDU und FDP angehoben werden, dass nicht nur die ordentlichen Haushalte ausgeglichen wurden, sondern auch die städtischen Schulden kontinuierlich von 23,8 Mio. € auf 15,5 Mio. €, also um 8,3 Mio.€ (über 35 %) reduziert werden konnten. Nicht wie Herr Dr. Rinck behauptete, dass sich „der Schuldenstand immer um die 20 Mio. € oszillierte“. Was auch immer das zu bedeuten hat.

    Wir hatten keine „fetten Jahre“, wie uns das Herr Dr. Rinck nun weismachen möchte, sondern die Niedrigzinsphase wurde strategisch sinnvoll und kreativ für Rotenburgs Entwicklung gestaltet, in den vergangenen Jahren für den Wohnungsbau in den Gebieten Stockforthsweg und Brockeler Straße, in Waffensen und Unterstedt, sowie zahlreichen kleineren Einzelprojekten genutzt, um über 500 neue Wohnungen (allein in den Jahren 2019/20/21 über 320 Wohnungen) und über 300 Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen zu lassen.

    Dabei haben wir Wohn- und Gewerbegebiete (u.a. für die Ansiedelung von Thyssenkrupp-Schulte) mit über 7,5 km Straßen und Kanälen neu erschlossen. Das waren keine Selbstläufer, sondern es mussten dazu über 180 Baupläne überarbeitet und neu gefasst. Zusätzlich wurden auch ca. 1 km Abwasserkanäle erneuert. Mehr wäre in unserem Straßen- und Tiefbauamt auch gar nicht möglich gewesen, zumal ein kompletter personeller Wechsel unserer Straßen- und Tiefbauingenieure realisiert werden musste.

    Es wurde in unsere Schulen über 20 Millionen investiert, mit 3 neu geschaffenen Mensen zur Vorbereitung der sich ausweitenden Ganztagsbeschulung. Ebenso wurden damit erforderliche dringendste Sanierungen durch Neubauten oder Anbauten realisiert.

    Weitere Anstrengungen sind hier erforderlich, aber ca. ein Drittel all unserer Investitionen der letzten Jahre flossen in die Bildung.

    Die Kinderbetreuung insbesondere durch die gute Kooperation mit dem Diakonissenmutterhauses wurde von 620 Kinder (2014) auf über 1020 Kinder (2021) ausgebaut. 3 neue Kitas und 2 Krippen wurden in meiner Amtszeit neu erstellt, 2 zusätzliche sind in der Amtszeit des jetzigen Bürgermeister fertiggestellt worden oder stehen unmittelbar vor der Fertigstellung.

    In den Brandschutz wurden nicht wie vor meiner Amtszeit nur durchschnittlich 60.000 €/Jahr, sondern kontinuierlich ca. 600.000 € investiert, dabei in 7 Jahren 2 Feuerwehrgerätehäuser in Mulmshorn und einschl. einer Erweiterung zur Stützpunktwehr in Waffensen gebaut. Die Drehleiter, die im vergangenen Jahr der Feuerwehr in Rotenburg hat feierlich übergeben werden konnte, wurde in meiner Amtszeit finanziert und bestellt.

    Zusätzlich wurde ein Bereitschaftsdienst in Rotenburg eingeführt, der die personelle Belastung der Wehr reduzieren sollte. Ich hatte der Feuerwehr bei meiner Amtsübernahme versprochen, mehr für sie zu tun als in der Vergangenheit und habe deutlich Wort gehalten.

    Ja, selbst auf dem Waldfriedhof wurde für über 1 Mio. € die Friedhofskapelle erneuert, was ein Meilenstein in der Entwicklung des Waldfriedhofs bedeutete.

    Schließlich wurde zusätzlich ein positives Investitionsklima bei Unternehmen geschaffen, dass diese selbst investierten und die Gewerbesteuereinnahmen in dieser Zeit von 6,7 Mio. €/pro Jahr auf über 16 Mio. €/pro Jahr angestiegen sind. Dieses bedeutet eine Steigerung um 138%, was die zusätzlichen Kosten im städtischen Haushalt in zunehmendem Maße abgefangen hat.

    Weiterhin wurde eine Sicherheit gebende Liquidität von 13,5 Mio./€ im städtischen Haushalt erarbeitet, die es vorher nicht gegeben hatte und dabei eine freie finanzielle Spitze von 4 Mio. € (ohne Projektbindungen) geschaffen, die wir den Stadtwerken für die dringend erforderliche Sanierung des Ronolulu zur Verfügung gestellt haben, was auch ein Beweis für unsere städtische Gesamtverantwortung war.

    In den restlichen 9,5 Mio. € sind übrigens die Haushaltsmittel für den Straßenendausbau Stockforthsweg/An der Rodau noch enthalten.

    Mit mittlerweile nur noch 13,5 Mio. € Schulden liegen wir weit unter dem durchschnittlichen Schuldenstand/Einwohner vergleichbarer Kommunen und haben dadurch den Freiraum, wieder Kredite für große Projekte in der Zukunft aufnehmen zu können, wenn dieses erforderlich wird, ohne uns zu sehr zu verschulden.

    Hätten wir, wie von der CDU damals gewünscht und vehement eingefordert, die Grund- und Gewerbesteuern nicht angepasst, hätten wir auf ca. 20 Mio. Einnahmen von 2013 bis jetzt verzichten müssen, unsere ordentlichen Haushalte nicht ausgleichen können und diese von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt bekommen. Rotenburgs positive Entwicklung wäre ins Gegenteil verkehrt worden. Ich bin daher der SPD- und Grünen-Fraktion sehr dankbar, dass wir dieses haben gegen die Widerstände strategisch richtig durchsetzen können.

    Die Abwassergebühren hatten wir zuletzt 2014 auf 1,75 €/m³ erhöht und ja, ich hätte diese ab 2017 gerne auch weiter angepasst, wenn mir dieses bewusst gewesen wäre und mir meine Verwaltung dieses mitgeteilt hätte. Das ist aber nicht geschehen.

    Vielmehr habe ich bei der Not um die Ausgeglichenheit der ordentlichen Haushalte in der Zeit 2017/2018 sogar eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe des Stadtrates initiiert, die mit mir und der Verwaltung Hinweise auf mögliche zusätzliche Einnahmen entwickeln sollte, an der auch alle Fraktionen und ein Finanzexperte der CDU-Fraktion teilgenommen hatte. Doch bis auf Einsparungen in sozialen Bereichen und Gebührenerhöhungen in der Kinderbetreuung waren keine Vorschläge gemacht worden. Auch von den anderen Fraktionen wurde auf die Möglichkeit der Anpassung der Abwassergebühr nicht hingewiesen.

    Man sollte jetzt also nicht so scheinheilig tun, als wenn man selbst nicht beteiligt gewesen wäre, zumal man damals sogar von 2016-2021 mit der Stimme der AFD eine knappe konservative Mehrheit im Rat gehabt hatte und eigene Anträge hätte durchsetzen können.

    Gerne hätte ich in meiner Amtszeit den ersten Jahresabschluss (2012) für erledigt erklärt, was aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich wurde. Wir hatten seit Ende 2014 intensivst daran gearbeitet und schließlich mit der Eröffnungsbilanz für das Jahr 2012 im Jahr 2019 endlich die Grundlagen für die erforderlichen Jahresabschlüsse gelegt.

    Wir haben zusätzlich in dieser Zeit mit größtem Arbeitsaufwand die Grundlagen für einen Antrag in die Aufnahme in das Städtebau-Förderprogramm geschafft. Die großen Investitionsbrocken, wie die Umgestaltung von Goethestraße, Große Straße/Innenstadt und Harburger Straße können jetzt durch die 2/3-Förderung im Rahmen der nunmehr genehmigten und damals von uns initiierten Städtebauförderung realisiert werden, was sich Rotenburg sonst nicht hätte leisten können. Über 30 Mio. € an Fördermitteln können daher für wichtige städtebauliche und soziale Projekte generiert werden.

    Dieser strategisch wichtige Schritt wurde verantwortlich eingeleitet, trotz erheblicher Belastungen durch die Flüchtlingszuwanderung, die vielen Investitionen und die Bewältigung der Corona-Pandemie.

    Ich glaube, dass diese Leistung vielmehr Respekt und Anerkennung verdient, als die despektierlichen und falschen Äußerungen in der Vergangenheit.

    Nein, unser neuer Bürgermeister hat kein schweres Erbe angetreten, wie Herr Dr. Rinck es auslegte, sondern er hat eine schwere Aufgabe übernommen, die mit viel Energie, zeitl. Aufwand und Fingerspitzengefühl erfolgreich gestaltet werden kann.

    Ich bin meiner damaligen Verwaltung einschließlich der 1. Stadträtin sehr dankbar für das mit großer Begeisterung Geleistete und engagiere mich gerne weiterhin ehrenamtlich für eine positive Weiterentwicklung Rotenburgs.

  • Klingbeil im Gespräch in Unterstedt

    Klingbeil im Gespräch in Unterstedt

    Der Bundesvorsitzende der SPD Lars Klingbeil steht am 2. Mai 2023 um 18 Uhr im MZH Unterstedt Uwe Lüttjohann zum Gespräch zur Verfügung und beantwortet nicht nur die Fragen des Rotenburger Stadtrats und des neu gewählten Ratsvorsitzenden, sondern auch von Interessierten, die sich unter lars.klingbeil@bundestag.de zu der Veranstaltung anmelden können.

  • Mitgliederversammlung SPD ROW

    Mitgliederversammlung SPD ROW

    am 24. März haben wir zur Mitgliederversammlung der SPD Ortsverein Rotenburg – Wümme eingeladen.

    Tagesordnungspunkte waren Berichte des Vorstandes, Bericht der Finanzverantwortlichen Sabine Klammer, Entlastung des geschäftsführenden Vorstands, die Wahl von sieben Delegierten zum Unterbezirksparteitag der SPD im Kreis Rotenburg und die Übergabe von Parteibüchern.

    Die wunderbare Christina Rath hat zum ersten Mal durch eine solche Veranstaltung geführt und ich finde, das ist ziemlich klasse gelaufen.

    Nach einem interessanten Austausch mit den anwesenden Genossinnen und Genossen als vorletzten TOP, habe ich mir einem Hinweis auf unsere nächste Klausur im April und die kommende Jubilarfeier im Mai alle Teilnehmer nach einer Stunde in das Frühlingswochende verabschiedet.

    Grosser Dank und einen dicken Kuss an die Co-Vorsitzende der Rotenburger Sozialdemokraten, Astrid Mujica Alvarado.

    Wir wollen Rotenburg miteinander machen.