Schlagwort: Winterrasen

  • Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste!

    Nachdem sich der Bürgermeister und die unterschiedlichen Fraktionen zu dem Thema „neuer Rasenplatz“ im Ahestadion geäußert haben, kann ich dem Bürgermeister und den Fraktionen der Grünen und SPD nur zustimmen, möchte aber zu den mich persönlich und Rolf Ludwig verletzenden Äußerungen in der Stellungnahme der CDU, Herr Purrucker und der Rotenburger Kreiszeitung sagen:

    1. Mangelnde Transparenz:
      Nicht das erste Mal, dass mir dieses fälschlicherweise in Haushaltsdebatten und unterschiedlichsten Themenbereichen vorgeworfen wurde.
      Hier in diesem Fall wurde das Thema politisch seit über 20 Jahren diskutiert! Während meiner Amtszeit in mindestens 25 Sportausschuss-, Verwaltungsausschuss-, Finanzausschuss- und Ratssitzungen!
      Zusätzlich wurde am 7.9.2018 weit vor der wohlgemerkt einstimmigen Entscheidung im Stadtrat, die zweckgebundene Spende von Rolf Ludwig in Höhe von 250.000 € anzunehmen und den Bau eines Winterrasenplatzes in Auftrag zu geben, eine öffentliche Expertenanhörung mit Vertretern des DFB, dreier unterschiedlicher Ingenieurbüros und eines Kunstrasen-Entsorgungsfachmannes durchgeführt, ein Hearing, das über fast 4 Stunden andauerte. Keine Fragen blieben damals offen!
      Meine sehr verehrten Damen und Herren, mehr Offenheit und Transparenz geht wirklich nicht!
    1. Unterhaltssteigerungen wurden immer offen kommuniziert, was alle Ratsmitglieder mitentschieden haben. Es war immer die Rede davon, dass ca. 20.000 € mehr an Unterhalt als für den Grandplatz erforderlich sei, was auch im Protokoll der damaligen Sportausschuss, Verwaltungsausschuss und Ratssitzung unter Gegenüberstellung der Baukosten und der Folgekosten ersichtlich war. Diese Daten wurden alle auf der Basis der Expertenangaben mitgeteilt.
    1. Versprechungen habe ich in meiner gesamten Amtszeit keine vorgenommen, vielleicht außer, dass ich einen Amtseid geschworen hatte, mich mit ganzer Kraft für die Stadt Rotenburg nach bestem Wissen und Gewissen einzusetzen.
    1. Ich bin aber neben der SPD, den Grünen vor allem auch dem Ratsherrn Schwedesky sehr dankbar, weil dieser immer wieder auf Vernunft und Pragmatik hinwies und damit den einstimmigen Beschluss des Rates am 7.9.2021 für die Umwandlung des Schlackeplatzes in einen zusätzlichen Rasenpatz positiv beeinflusste.
    1. Wir haben für den Rotenburger Sport und das Ahestadion, auf dem heute schon wieder eine Jugendmannschaft bei Regen trainierte, etwas sehr positives geschaffen!

    Zu den Leserbriefen werde im mich weiter nicht äußern.

    Abschließend möchte ich mich aber zu dem Kommentar vom Chefredakteur der Rotenburger Kreiszeitung äußern, was auch legitim ist, weil hier nicht die Pressefreiheit betroffen ist, sondern die persönliche Meinung von Herrn Krüger:

    „Ein Rotenburger Mäzen, der dem Fußball der Kreisstadt eigentlich gar nicht so großartig freundschaftlich verbunden ist“ wurde ausgeführt:

    1. Rolf Ludwig ist kein Mäzen, sondern Rotenburger Ehrenbürger, nicht zuletzt auch dafür, dass er sich weit über 60 Jahre ununterbrochen um den Rotenburger Sport gekümmert hat, diesem nicht nur finanziell unterstützt hat – wie dieses ein Mäzen tut – sondern immer im Blick hatte, die Kinder und Jugendlichen von der Straße in die Vereine zu holen, damit sie dort sowohl Bewegung, als auch Gemeinschaft erleben konnten.
    2. Dass er dem Fußball der Kreisstadt nicht freundschaftlich verbunden sei, stimmt ebenso nicht. Denn gerade Rolf Ludwig hat 1977 gemeinsam mit Jürgen Jürgensen und Hinrich Heinecke den RSV gegründet und den Fußballsport der Spielvereinigung und des FC Rotenburg damit gerettet.
    3. Er hat die Sanierung des Vereins vor der drohenden Insolvenz tatkräftig unterstützt und ist einer der häufigsten Besucher des Ahestadions gewesen.

    Bis ihm von einem Verantwortlichen des RSV aber der Zugang zum Oberliga-Spiel verwehrt wurde, weil er sich gegen einen Kunstrasenplatz geäußert hatte, sich der RSV unsolidarisch aus der Familie der Rotenburger Sportvereine herausnahm und schließlich Rolf Ludwig sogar von Vereinsvorstandsmitgliedern öffentlich herabgewürdigt und beleidigt wurde.  

    Rolf Ludwig ist dem Fußballsport in der Kreisstadt aber trotzdem sehr zugetan, förderte die Jugendarbeit des RSV und ebenso die SG Unterstedt, die auch zum Fußballsport der Kreisstadt elementar gehört. Die größte Spende, die die Stadt Rotenburg jemals erhalten hat, über 250.000 € war für den neuen Rasenplatz vorgesehen, zur Förderung des Jugend-Fußballsports gedacht. Dass das Thema zu einem Politikum geworden ist, liegt weniger an Eitelkeiten wie behauptet, sondern eher daran, dass dieses zu einem Politikum von Vereinsverantwortlichen des RSV gemacht worden ist – und heute offensichtlich immer noch gerne gemacht wird.

    Nein, Herr Krüger, da liegen Sie mit Ihrem Kommentar falsch und befeuern den Frust seitens der Fußballer, obwohl ein wenig Selbstkritik in Richtung der Fußballverantwortlichen angebracht gewesen wäre.

    Ich bin im gesamten letzten Jahr mehrfach auf dem Sportplatz in der Ahe gewesen und habe voller Freude beobachten können, wie mit teilweise 4 Kinder- und Jugendmannschaften zeitgleich fast täglich auf dem neuen Rasen trainiert wurde, von Sportlerseite immer mit Begeisterung über den wunderbaren Platz, von Sportplatzwarten begeistert, weil die anderen Rasenplätze Entlastung erfuhren und sich erholen konnten, von den Trainern häufig kommentiert: „Toller Platz, herzlichen Dank dafür, Andreas, aber wir wollen erst einmal sehen, was der Rasen im Winter aushält!“

    Ein Naturrasen, der bekanntermaßen im Winter genauso wenig wächst, wie eine Eiche, der wurde einem völlig unnötigen „Stresstest“ Anfang Januar unterzogen, auf gefrorenem Boden bei Regen und aufgeweichter oberster Grasnabenschicht. Die obere Schicht sei seifig und glitschig gewesen, darunter hart wie Beton! Was für ein Wunder bei der Witterung!

    Von Erwachsenenmannschaften des RSV wurde ein großer Schaden verursacht und damit den Kindern und Jugendlichen auf Wochen eine hervorragende Trainingsmöglichkeit geraubt.

    Was für ein „vorbildliches Verhalten“ der scheinbaren „Idole“ der jungen Fußballtalente!

    Dafür auch öffentlich noch mit Schuldverweisungen Verständnis zu vermitteln, ist für mich und viele Rotenburger Bürgerinnen und Bürger nicht mehr verständlich.

    Der Jugendabteilung des RSV ist es glücklicherweise Dank qualifiziertem Training durch hochmotivierte Trainer und Betreuer auch dank zusätzlich hervorragender Trainingsmöglichkeiten übrigens seit kurzem gelungen, wieder enorm zu wachsen. Dafür von dieser Stelle meinen herzlichen Dank!

     

  • Rolf Klammer zur Sache „Winterrasen“

    Rolf Klammer zur Sache „Winterrasen“

     

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender Gori, sehr geehrter Herr Bürgermeister Oestmann, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

    zunächst einmal möchte ich mich für die SPD-Fraktion beim Bürgermeister für Ihre Ausführungen und für die Arbeit der Verwaltung bedanken, die viel Zeit für die Beantwortung der Fragen der anderen Fraktionen aufbringen musste.

    Wir möchten zunächst einmal feststellen, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen über eine Sportanlage in der Ahe verfügen, die ein Aushängeschild der Stadt Rotenburg ist. Für unsere hier erfolgreich betriebenen Sportarten ist damit eine wunderbare Grundlage gegeben, den jungen Menschen den Sport, Bewegung und Gemeinschaft erlebbar zu machen und dabei den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft zu fördern.

    Dass die Stadt Rotenburg diese Anlagen den Vereinen kostenlos zur Verfügung stellt, ist auch nicht überall so gegeben.

    Das verpflichtet aber erst recht die Vereine verantwortungsvoll mit den Anlagen umzugehen und diese so weit wie möglich vor Beschädigungen zu bewahren.

    Eine in den vergangenen 20 Jahren und den letzten 8 Jahren mitunter recht hitzig und emotional geführte Diskussion um den Bau eines Kunstrasenplatzes ist vor knapp 4 Jahren am 23. Mai 2019 mit einem eindeutigen und                    -Achtung! –

     einstimmigen Beschluss

    beendet worden, die großzügige Spende von Rolf Ludwig in Höhe von 250.000 € anzunehmen und den von allen Parteien bemängelten roten Schlackeplatz in einen Naturrasen, mit der irreführenden Bezeichnung „Winterrasen“, mit Ballfangzäunen und neuer Flutlichtanlage umzubauen. Mit dem zusätzlichen Rasenplatz sollten insbesondere die anderen Rasenplätze eine Entlastung erfahren, damit alle Plätze über die Monate Dezember bis Februar weiterhin bespielbar bleiben und bessere Trainingsvoraussetzungen in den Monaten März – November geschaffen werden.

    Dass dieses sogar in der Corona-Pandemiezeit möglich geworden ist, ist besonders positiv hervorzuheben.  Im Mai 2022 konnte der Platz seiner Bestimmung übergeben werden und begeisterte alle. Ein absoluter Gewinn für unsere Stadt und unseren Sport, insbesondere den Fußballsport.

    Nun ist in den vergangenen Wochen der Rasen vollkommen überstrapaziert worden, hätte für die weitere Nutzung nur für wenige Tage witterungsbedingt gesperrt bleiben müssen, dann wäre der Schaden in Grenzen geblieben. Dass der Schaden jetzt so groß ist, wird der Stadt vermutlich viel Geld kosten.

    Die öffentliche Kritik der CDU-Fraktion, dass es an Transparenz im Entscheidungsprozess gefehlt haben soll, ja sogar, dass gewollt falsch informiert worden ist, dass Versprechungen gemacht und nicht eingehalten worden seien, entbehrt jeder Grundlage und wird daher von unserer Seite absolut zurückgewiesen. Diese ist schädlich für den Umgang miteinander in Rotenburg! Ein einstimmiger Beschluss für den Umbau des Schlackeplatzes zu einem Naturrasen zeugt davon, dass alle sich dafür entschieden haben.

    Mit Ihrer damaligen Mehrheit im Rat, hätten Sie eine andere Entscheidung herbeiführen können, wenn sie denn Einigkeit bei sich gehabt hätten. Hier muss man aber aus unserer Sicht sagen, dass die Vernunft schließlich für den Umbau und den Neubau eines Naturrasenfeldes gesiegt hat.

    Dass die Beschädigungen des „Winterrasenplatzes“ auf eine nicht sachgemäße Nutzung zurückzuführen sind, ist unübersehbar.

    Ich habe schon in den damaligen Beratungen darauf hingewiesen, dass ich davon ausgehe, dass dieser Platz länger zu bespielen sein wird und auch früher wieder bespielbar ist als die anderen Plätze. Voraussetzung dafür ist allerdings eine sachgemäße Nutzung und eine entsprechende Pflege.  

    Wir brauchen hier keine Arbeitsgruppe, liebe CDU-Fraktion, die einen Masterplan für die Sportanlage erarbeitet. Notwendig ist es ausschließlich, dass mit unseren Sportanlagen verantwortlich umgegangen wird und den Anordnungen der Sportplatzwarte gefolgt wird, ansonsten ein selektives Nutzungsverbot ausgesprochen werden muss, wie dieses früher auf dem Sportplatz auch so Usus gewesen ist.

    Abschließend möchte ich an dieser Stelle Rolf Ludwig noch einmal im Namen der SPD-Fraktion herzlich danken für seine jahrelange unermüdliche Unterstützung des Rotenburger Sports – insbesondere auch des Fußballsports!

    Herzlichen Dank!

     

  • Stellungnahme der SPD in ROW zum Thema „Winterrasen“

    Stellungnahme der SPD in ROW zum Thema „Winterrasen“

    Zum oben genannten Thema, das im Winter die Rotenburger Gemüter über Gebühr erhitzt zu haben und gefühlt seit Wochen die lokale Politik zu bestimmen scheint, beziehen unsere SPD-Ratsmitglieder Rolf Klammer (Sportausschussvorsitzender) und Andreas Weber (ehem. Bürgermeister) klar Stellung. Mitglieder der SPD-Fraktion und des  Ortsvereins teilen ihre Ansicht auf der Anfang Februar stattgefundenen Klausurtagung.

    Die Entscheidung gegen einen Kunstrasen im Ahe-Stadion wurde entgegen anderslautender Behauptungen transparent nach intensiver Erörterung der Pro- und Gegenargumente einstimmig im Stadtrat getroffen. Nach der Realisierung hat diese einstimmige Entscheidung bis heute die Trainings- und Spielmöglichkeiten im Ahe-Stadtion nicht nur für die Fußballer, sondern auch für alle anderen Sportarten entscheidend verbessert.

    Nach Analyse der aktuellen Situation können folgende Feststellungen getroffen werden: Die neue Naturrasen-Spielfläche wurde in den letzten Monaten intensiv genutzt. Diese intensive Nutzung hat alle anderen Spielflächen damit entscheidend entlastet, weshalb sie in besserem Zustand sind als viele Jahre zuvor. Aufgrund dessen musste wenn überhaupt dann nur ganz selten ein Spiel witterungsbedingt im Stadion abgesagt werden. Die Stadt Rotenburg hat sogar darüber hinaus Profivereinen der Bundesligen die Möglichkeit einräumen können, die gern besuchten hervorragenden Trainingsmöglichkeiten zusätzlich anzubieten und zu nutzen.

    Ein Naturrasen benötigt keinen „Stresstest“. Die neue Spielfläche braucht aber nach hartnäckigem Bodenfrost eine mehrtägige Pause, um aufzutauen.

    Steuermittel wurden nicht für die Anlage des sogenannten Winterrasens verschwendet. Die neue Spielfläche hat Rotenburg tatsächlich abzüglich Flutlicht, Ballfangzaun, Landkreiszuschüssen und großzügiger Spende von Rolf Ludwig weniger als 150.000 € gekostet. Ein Kunstrasenfeld hätte Rotenburg mehr als das Vierfache gekostet. Weitaus höhere Folgekosten inklusive der Entsorgungsprobleme des massenhaften Kunststoffs wären nach ca. 15 Jahren angefallen. Eine zusätzliche Mikroplastik-Gefährdung für unsere Gewässer und Meere geht vom Rotenburger Ahe-Stadion nicht aus.

    Wie am 22.02.2023 im Weserkurier zu lesen ist, gilt der Kunstrasen in Fußballerkreisen als problematisch. Ein Bremer Trainer stellt in dem Artikel fest: „Auf Kunstrasen gibt bei schwierigen Bewegungen irgendwas nach.“ Die häufigen Verletzungen von Gelenken seien „oft eine Sache des Untergrunds“.

    Die Gräben in der Rotenburger Politik sind nicht tief, sondern die Meinungen unterschiedlich! In einer Demokratie können unterschiedliche Positionen eingenommen werden. Schließlich setzen sich die besseren Argumente in der Diskussion durch und die Rotenburger Wähler haben eine Wahlmöglichkeit.

    Wir sind froh, dass der rote Schlacke-Platz ersetzt wurde, auf dem sich in den letzten über 50 Jahren schon viele Sportler verletzt haben, ein besseres Mikro-Klima im Stadion mit weniger Staub und Hitze, dafür mehr Sauerstoff im Sommer vorherrscht und ganzjährig verbesserte Trainingsmöglichkeiten insbesondere für die vielen Kinder und Jugendlichen geschaffen worden sind.

    Wir danken nochmals den standhaften Politikern im Rotenburger Stadtrat, der Verwaltung für die gute Arbeit, dem Landkreis für die finanziellen Hilfen und insbesondere Rolf Ludwig für die größte Spende, die die Stadt Rotenburg jemals erhalten hat.

    Schließlich bitten wir darum, die Diskussion zu beenden und zu den wichtigen Themen in Rotenburg zurückzukehren, damit sich Rotenburg wie in den vergangenen Jahren auch weiterhin gut entwickelt.

    Ingo Krampitz, Astrid Mujica Alvarado
    Co-Vorsitzende des Ortsvereins der SPD Rotenburg