Autor: Sebastian Rath

  • Jubilarfeier 2023

    Jubilarfeier 2023

    „Menschen verändern sich, wenn sie etwas verändern“ war das Motto für die Jubilarehrung der Rotenburger SPD am vergangenen Freitag im Heimathaus. Die Worte und die Kanzlerschaft von Willy Brandt haben vor 50 Jahren dazu geführt, dass bei der Veranstaltung 8 goldene Jubilare gefeiert werden konnten. Insgesamt erhielten 30 Geehrte Urkunden der SPD-Bundesvorsitzenden Esken und Klingbeil und Geschenke des hiesigen Parteivorstands für ihr langjähriges Engagement im Sinne der Partei. Die Dankesworte von Dr. Dörte Liebetruth, MdL wurden musikalisch von Mathilde Mujica Alvarado auf der Geige eingerahmt und nahmen vor allem Jürgen Jürgensen in den Fokus: der Rotenburger Ehrenbürger, ehemaliger Bürgermeister und Landtagsabgeordneter hat mit seinen 90 Jahren die 60 Jahre seiner Parteizugehörigkeit in besonderem Maße genutzt, um die gesellschaftlichen Ziele der Partei voranzutreiben und Pläne Realität werden zu lassen. Der Parteivorsitzende Lars Klingbeil, in Sachen 160. SPD-Geburtstag im Lande unterwegs, würdigte die beiden 60-jährigen Jubilare Jürgen Jürgensen und Lothar Thiem mit einer Videobotschaft in besonderer Weise für ihre Treue zu den Idealen der Sozialdemokratie. 

    Auf der Liste der 30 Jubilare waren auch drei Mitglieder der SPD Stadtratsfraktion, die aktuell die Politik der Wümmestadt mitgestalten. Darunter Gilberto Gori, der seit Beginn der möglichen Mitwirkung von EU-Bürgern im Stadtrat mitarbeitet, dem Gremium bis vor kurzem vorstand und seit 25 Jahren besonders die Aufgaben des Sportausschusses und der eigenen Fraktion unterstützt. Gilberto Gori hob hervor, dass ihm gerade zu Beginn damalige Kollegen Vieles erklärt und ihn in seiner Arbeit unterstützt hätten, wofür er sich bedankte. Mit Rolf Klammer und Andreas Weber wurden zwei weitere aktive Politiker für ihre 10-jährige Mitgliedschaft geehrt. Andreas Weber drückte in seiner kurzen Dankesrede vor allem seinen Stolz aus, für die Ziele der Sozialdemokratie einzustehen und das Leben der Menschen auch vor Ort verbessern zu können.

    Dem diamantenen Jubilar Jürgen Jürgensen war es vorbehalten, die Feier mit einigen Anekdoten zu krönen: Er sprach von Politik nach Vorbild von „Dänemark“, wobei Gelder nach dem Motto „Dä-und-dä‘ne-Mark“ gesammelt wurden, er Bekanntschaft mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Alfred Kubel in Badehose im örtlichen Schwimmband machte oder wie ihn auf einem Politikerausflug in die Heide ein Kind fragte, was er eigentlich vom Leben gehabt habe und Jürgensen antwortete, er habe 36.000 Gläser Bier getrunken – was ihm ehrfürchtiges Staunen des Jungen einbrachte. Die Veranstaltung klang in lockerer Runde und gelassener Zufriedenheit aus und markiert für die Rotenburger SPD sowohl die Aufarbeitung der Pandemie, als auch Tatkraft und Engagement, um weiterhin Mögliches auszuloten und Belange der Rotenburger zu prägen.

  • Personalwechsel in der Fraktion

    Personalwechsel in der Fraktion

    Uwe Lüttjohann (SPD) wurde heute vom Stadtrat mit einer Enthaltung zum
    Ratsvorsitzenden gewählt. Uwe löst Gilberto Gori (SPD) ab. Gilberto
    wurde in der vergangenen Woche zum Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion
    gewählt.
    Glückauf.


  • Andreas Weber zur Sache „Wümmebrücke Fidi Boom Radweg“

    Andreas Weber zur Sache „Wümmebrücke Fidi Boom Radweg“

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender Gori, sehr geehrter Herr Bürgermeister Oestmann, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    zu diesem richtungsweisenden Tagesordnungspunkt möchte ich gerne für die SPD-Fraktion folgendes anmerken:

    Ein Ziel unserer politischen Arbeit in den letzten Jahren war es, die Verkehrswende voranzutreiben, dass das Fahrradfahren in Rotenburg attraktiver und sicherer wird und Autofahrer aufgrund der neuen Radwege auch abseits von Hauptverkehrsstraßen gerne auf das Fahrrad für Besorgungs- oder Besuchsfahrten umsteigen.

    Daher haben wir es einhellig unterstützt, dass der Ebberskamp, der Sandhasenweg, der Radweg an den Rönnebrockswiesen und der Verbindungsweg ins Wohngebiet Luhne und Gewerbegebiet Hohenesch gebaut wurden.

    Wir haben es auch unterstützt, dass der „Fidi-Boon-Wech“ in der Verlängerung des Sandhasenwegs den Rotenburger Bahnhof mit dem östlichen Wohngebiet Berliner Ring/Brockeler Straße/Jägerhöhe verbindet und sogar eine über unsere kommunale Grenze hinausgehende Radwegverbindung nach Hemsbünde, Brockel und Bothel realisiert.

    Für die Initiative der Stadt Rotenburg im Jahr 2017 sind wir sehr dankbar und froh darüber, dass trotz zahlreicher Diskussionen und Widerstände auch hier im Rat, dieses Projekt positiv beschieden wurde und jetzt nach Förderzusage von ca. 2/3 der anfallenden Kosten auf der alten Heidesand-Bahnlinie verwirklicht wird.

    Gerne hätten wir es gesehen, wenn der erste zu entscheidende Abschnitt, der Brückenbau über die Wümme, direkt an der Bahnlinie geradlinig ohne Verschwenkungen und hochwasserfrei die Wümme überquert hätte, doch hätte dieses eine jahrelange Verzögerung mit sich gebracht, die aufgrund der naturschutzrechtlichen Umstände das Projekt insgesamt, aber auch von der Fördermöglichkeit her hätte gefährden können.

    Ich möchte im Namen der SPD-Fraktion der Verwaltung für die durch die Fachfirma WKC erarbeiteten Vorschläge des Brückenbaus herzlich danken, dass wir einerseits unter verschiedenen Varianten wählen konnten, Vor- und Nachteile diskutieren und abwägen konnten und nunmehr wichtige Gefahrenpunkte der jetzigen Brücke zukünftig entschärft werden:

    Die Oberfläche der Überführung wird bei Feuchte nicht so glatt sein wie die jetzige Holzbrücke, das gefährliche Gefälle zu den Nödenwiesen kann reduziert werden und die rechtwinklige Abfahrt kann um ca. 5° entschärft werden. Im Übrigen sieht die neue Brücke als sogenannte „Fachwerkbrücke“ auch sehr ansehnlich aus und wird gegenüber den Witterungseinflüssen Jahrzehnte länger halten.

    Wir freuen uns darüber, dass die Realisierung schon im Herbst des nächsten Jahres erfolgen kann.

    Ich bin auch dankbar dafür, dass der Bitte unserer Fraktion

    • sicherzustellen, dass die Brücke möglichst zukunftsweisend schon 3,5m breit gebaut wird, also 1m breiter als die jetzige Brücke,

    im Verwaltungsausschuss von allen Fraktionen mitgetragen werden konnte.

    Vielleicht ist es auch schon eine Empfehlung für die weiteren Brücken, die noch über die Wümme in den kommenden Jahren gebaut werden müssen, dass diese dann ähnlich konstruiert werden können.

    Abschließend können wir feststellen, dass die Radwegführung durch diese neue Brücke hinter dem Ronolulu sicherer und leistungsfähiger werden wird und damit der Radverkehr in Rotenburg entscheidend verbessert werden wird.

    Wir, die SPD-Fraktion, stimmen dem Beschlussvorschlag zu.

     

     

  • Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste!

    Nachdem sich der Bürgermeister und die unterschiedlichen Fraktionen zu dem Thema „neuer Rasenplatz“ im Ahestadion geäußert haben, kann ich dem Bürgermeister und den Fraktionen der Grünen und SPD nur zustimmen, möchte aber zu den mich persönlich und Rolf Ludwig verletzenden Äußerungen in der Stellungnahme der CDU, Herr Purrucker und der Rotenburger Kreiszeitung sagen:

    1. Mangelnde Transparenz:
      Nicht das erste Mal, dass mir dieses fälschlicherweise in Haushaltsdebatten und unterschiedlichsten Themenbereichen vorgeworfen wurde.
      Hier in diesem Fall wurde das Thema politisch seit über 20 Jahren diskutiert! Während meiner Amtszeit in mindestens 25 Sportausschuss-, Verwaltungsausschuss-, Finanzausschuss- und Ratssitzungen!
      Zusätzlich wurde am 7.9.2018 weit vor der wohlgemerkt einstimmigen Entscheidung im Stadtrat, die zweckgebundene Spende von Rolf Ludwig in Höhe von 250.000 € anzunehmen und den Bau eines Winterrasenplatzes in Auftrag zu geben, eine öffentliche Expertenanhörung mit Vertretern des DFB, dreier unterschiedlicher Ingenieurbüros und eines Kunstrasen-Entsorgungsfachmannes durchgeführt, ein Hearing, das über fast 4 Stunden andauerte. Keine Fragen blieben damals offen!
      Meine sehr verehrten Damen und Herren, mehr Offenheit und Transparenz geht wirklich nicht!
    1. Unterhaltssteigerungen wurden immer offen kommuniziert, was alle Ratsmitglieder mitentschieden haben. Es war immer die Rede davon, dass ca. 20.000 € mehr an Unterhalt als für den Grandplatz erforderlich sei, was auch im Protokoll der damaligen Sportausschuss, Verwaltungsausschuss und Ratssitzung unter Gegenüberstellung der Baukosten und der Folgekosten ersichtlich war. Diese Daten wurden alle auf der Basis der Expertenangaben mitgeteilt.
    1. Versprechungen habe ich in meiner gesamten Amtszeit keine vorgenommen, vielleicht außer, dass ich einen Amtseid geschworen hatte, mich mit ganzer Kraft für die Stadt Rotenburg nach bestem Wissen und Gewissen einzusetzen.
    1. Ich bin aber neben der SPD, den Grünen vor allem auch dem Ratsherrn Schwedesky sehr dankbar, weil dieser immer wieder auf Vernunft und Pragmatik hinwies und damit den einstimmigen Beschluss des Rates am 7.9.2021 für die Umwandlung des Schlackeplatzes in einen zusätzlichen Rasenpatz positiv beeinflusste.
    1. Wir haben für den Rotenburger Sport und das Ahestadion, auf dem heute schon wieder eine Jugendmannschaft bei Regen trainierte, etwas sehr positives geschaffen!

    Zu den Leserbriefen werde im mich weiter nicht äußern.

    Abschließend möchte ich mich aber zu dem Kommentar vom Chefredakteur der Rotenburger Kreiszeitung äußern, was auch legitim ist, weil hier nicht die Pressefreiheit betroffen ist, sondern die persönliche Meinung von Herrn Krüger:

    „Ein Rotenburger Mäzen, der dem Fußball der Kreisstadt eigentlich gar nicht so großartig freundschaftlich verbunden ist“ wurde ausgeführt:

    1. Rolf Ludwig ist kein Mäzen, sondern Rotenburger Ehrenbürger, nicht zuletzt auch dafür, dass er sich weit über 60 Jahre ununterbrochen um den Rotenburger Sport gekümmert hat, diesem nicht nur finanziell unterstützt hat – wie dieses ein Mäzen tut – sondern immer im Blick hatte, die Kinder und Jugendlichen von der Straße in die Vereine zu holen, damit sie dort sowohl Bewegung, als auch Gemeinschaft erleben konnten.
    2. Dass er dem Fußball der Kreisstadt nicht freundschaftlich verbunden sei, stimmt ebenso nicht. Denn gerade Rolf Ludwig hat 1977 gemeinsam mit Jürgen Jürgensen und Hinrich Heinecke den RSV gegründet und den Fußballsport der Spielvereinigung und des FC Rotenburg damit gerettet.
    3. Er hat die Sanierung des Vereins vor der drohenden Insolvenz tatkräftig unterstützt und ist einer der häufigsten Besucher des Ahestadions gewesen.

    Bis ihm von einem Verantwortlichen des RSV aber der Zugang zum Oberliga-Spiel verwehrt wurde, weil er sich gegen einen Kunstrasenplatz geäußert hatte, sich der RSV unsolidarisch aus der Familie der Rotenburger Sportvereine herausnahm und schließlich Rolf Ludwig sogar von Vereinsvorstandsmitgliedern öffentlich herabgewürdigt und beleidigt wurde.  

    Rolf Ludwig ist dem Fußballsport in der Kreisstadt aber trotzdem sehr zugetan, förderte die Jugendarbeit des RSV und ebenso die SG Unterstedt, die auch zum Fußballsport der Kreisstadt elementar gehört. Die größte Spende, die die Stadt Rotenburg jemals erhalten hat, über 250.000 € war für den neuen Rasenplatz vorgesehen, zur Förderung des Jugend-Fußballsports gedacht. Dass das Thema zu einem Politikum geworden ist, liegt weniger an Eitelkeiten wie behauptet, sondern eher daran, dass dieses zu einem Politikum von Vereinsverantwortlichen des RSV gemacht worden ist – und heute offensichtlich immer noch gerne gemacht wird.

    Nein, Herr Krüger, da liegen Sie mit Ihrem Kommentar falsch und befeuern den Frust seitens der Fußballer, obwohl ein wenig Selbstkritik in Richtung der Fußballverantwortlichen angebracht gewesen wäre.

    Ich bin im gesamten letzten Jahr mehrfach auf dem Sportplatz in der Ahe gewesen und habe voller Freude beobachten können, wie mit teilweise 4 Kinder- und Jugendmannschaften zeitgleich fast täglich auf dem neuen Rasen trainiert wurde, von Sportlerseite immer mit Begeisterung über den wunderbaren Platz, von Sportplatzwarten begeistert, weil die anderen Rasenplätze Entlastung erfuhren und sich erholen konnten, von den Trainern häufig kommentiert: „Toller Platz, herzlichen Dank dafür, Andreas, aber wir wollen erst einmal sehen, was der Rasen im Winter aushält!“

    Ein Naturrasen, der bekanntermaßen im Winter genauso wenig wächst, wie eine Eiche, der wurde einem völlig unnötigen „Stresstest“ Anfang Januar unterzogen, auf gefrorenem Boden bei Regen und aufgeweichter oberster Grasnabenschicht. Die obere Schicht sei seifig und glitschig gewesen, darunter hart wie Beton! Was für ein Wunder bei der Witterung!

    Von Erwachsenenmannschaften des RSV wurde ein großer Schaden verursacht und damit den Kindern und Jugendlichen auf Wochen eine hervorragende Trainingsmöglichkeit geraubt.

    Was für ein „vorbildliches Verhalten“ der scheinbaren „Idole“ der jungen Fußballtalente!

    Dafür auch öffentlich noch mit Schuldverweisungen Verständnis zu vermitteln, ist für mich und viele Rotenburger Bürgerinnen und Bürger nicht mehr verständlich.

    Der Jugendabteilung des RSV ist es glücklicherweise Dank qualifiziertem Training durch hochmotivierte Trainer und Betreuer auch dank zusätzlich hervorragender Trainingsmöglichkeiten übrigens seit kurzem gelungen, wieder enorm zu wachsen. Dafür von dieser Stelle meinen herzlichen Dank!