Kategorie: Rede

  • Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Rede zum Friedwald – Rolf Klammer

    Sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, Herr Bürgermeister, Mitglieder der Verwaltung, sehr geehrte Ratsmitglieder, Vertreter der Presse und Gäste

    Heute haben wir hiermit ein Thema auf der Tagesordnung, das uns schon seit ca. 4 Jahren beschäftigt. Es geht, um die Möglichkeit neue Bestattungsmodelle in Rotenburg anzubieten. Ganz speziell geht es hier um Waldbestattungen. Damals ging es noch darum, ob überhaupt diese Möglichkeit in Rotenburg angeboten werden soll. Das wurde damals abgelehnt.  Der Wunsch vieler Rotenburgerinnen und Rotenburgern führte nun dazu, dass wir den Punkt noch einmal auf die Tagesordnung brachten. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen planungs- und verwaltungsrechtlichen Schritte für die Errichtung eines Friedwaldes einzuleiten. Zwei Tage vor dem Termin des Ausschusses für Straßen- und Tiefbau am 08.11.23, stellten die CDU/Freie Wähler einen Antrag auf Vertagung des entsprechenden Tagesordnungspunktes, da ein weiterer Anbieter interessiert sei, eine entsprechende Bestattungsform anzubieten. Eine etwas unglückliche Terminierung, wie ich meine.

    Auf der einen Seite haben wir nun die Landesforsten/Friedwald GmbH und auf der anderen Seite die Ruheforst GbR.  Daraufhin stellten wir den Änderungsantrag: “Trennung der Entscheidung über Ruhestätte“ vom 02.04.2024. Der daraus resultierend ursprüngliche Beschlussvorschlag beinhaltete eine Ablehnung unseres Antrags der SPD/Bündnis 90 Die Grünen/Die Linke und gleichzeitig die Zustimmung zu einem „RuheWald Rotenburg“ in Unterstedt.

    Ich möchte jetzt hier noch einmal, wie bereits im Ausschuss ausdrücklich erklärt, betonen, dass es bei unserem Antrag NICHT, ich betone noch einmal NICHT, um eine Ablehnung des RuheWaldes in Unterstedt handelt. Dazu fehlen uns auch noch immer entsprechende Unterlagen, um das beurteilen zu können. Es geht einzig und allein nur darum, die Entscheidung voneinander zu entkoppeln, damit auch weiterhin die Möglichkeit besteht, dass die Stadt am Friedwaldprojekt im Lintel Einfluss nehmen kann.

    Da es im Unterstedter Ortsrat eine positive Entscheidung zu Gunsten des Ruheforstes in ihrem Ort gab, werden wir das auch im Abstimmungsverhalten berücksichtigen, wie das ja auch sonst bei derartigen Entscheidungen der Ortsräte üblich ist. Auch das habe ich bereits im Ausschuss ausdrücklich betont.

    Auch sehe ich hier kein „politisches Geplänkel“, wie nachzulesen war, da alle Parteien im Rat eine Form der Waldbestattungen, also dem Wunsch vieler Rotenburger Bürgerinnen und Bürgern, Rechnung tragen. Es gilt die beste Lösung zu finden. Ob ein Wald sich nun besser oder schlechter für Waldbestattungen eignet, darüber kann man meiner Meinung nach durchaus streiten. Meiner persönlichen Meinung nach ist der Standtort im Lintel in vielerlei Hinsicht besser geeignet. Das ist aber, wie gesagt, meine persönliche Meinung. Aber wie schon eben erwähnt, würde ich auch einen, vom Ortsrat Unterstedt gewünschten Standort, aus den erwähnten Gründen, nicht ablehnen.

    Der Bürgermeister sprach in der Zeitung vom 05.04.24 davon, dass die Stadt die Wahlmöglichkeit haben müsse. Dieses ist aber meiner Meinung nach nur möglich, wenn die Stadt mit allen Beteiligten, also Niedersächsische Landesforsten und Ruheforst GbR, weiterhin das Gespräch sucht. Genau darauf zielt unser Antrag.

    Vielen Dank meine Damen und Herren

  • Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt

    Meine sehr geehrten Damen und Herren,

    Es ist heute auf den Tag genau 75 Jahre her, dass das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft trat. Es stellt eine der wichtigsten Lehren aus den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dar. Nicht von ungefähr stehen an seiner Spitze die Grundrechte. Es ordnet das Zusammenleben in unserem Land nach demokratischen Prinzipien und nach dem Prinzip der sozialen Rechtsstaatlichkeit. Diese Prinzipien schienen über die Jahrzehnte hinweg zur selbstverständlichen Grundlage unseres Lebens in diesem Lande geworden zu sein. Antidemokratische und extremistische Kräfte stellen das in jüngster Zeit jedoch immer stärker in Frage.

    Die SPD Rotenburg begrüßt deshalb die Initiative der Rotenburger Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt nachdrücklich. Die SPD Rotenburg unterstützt zudem nachdrücklich, dass sich die Stadt Rotenburg dieser Erklärung anschließt.

    • Wir bekennen uns zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung, zur Menschenwürde und zu allen Grundrechten, zur Demokratie und zum Rechtsstaat.
    • Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen in ihrer Verschiedenheit akzeptiert und respektiert werden. Dazu gehören gerade in Rotenburg Menschen mit Behinderung.
    • Wir stehen an der Seite derjenigen, die von Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Hass und Ausgrenzung betroffen sind.
    • Wir treten ein für offene Diskussionen, sachliche Debatten und respektvollen Umgang miteinander.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
    Vorgetragen von Ina Helwig

     

  • Rede von Ratsfrau Marion Bassen zum Haushalt der Stadt Rotenburg 2024

    Rede von Ratsfrau Marion Bassen zum Haushalt der Stadt Rotenburg 2024

     

    1.  Begrüßung und Einleitung

    Herr Vorsitzender, Herr Bürgermeister, Kolleginnen und Kollegen, die Presse und Zuhörer. Die Agenda dieses Haushaltes war schon etwas Besonderes.

    • Haushaltsklausur August 23 – Verabschiedung des Haushaltes 14. März 24
    • Nach einem ersten Minus von mehreren Millionen jetzt ein Minus von 770,00 € im Ergebnishaushalt.
    • Es gibt positive Zeichen vom Landkreis, dass sie dem Haushalt ohne Haushaltssicherungskonzept zustimmen wird.
    • Wäre dies nicht der Fall, würde dies sehr viel Verwaltungsarbeit und Einschränkungen bedeuten

    Und dann lese ich gestern in der Kreiszeitung die Aussage eines RWF-Mitgliedes, dass, ich zitiere, „Lernen durch Schmerzen beim städtischen Haushalt der harte, aber reinigende Weg sei“. Eine Zwangsverwaltung durch den LK, bis der Haushalt wieder in Ordnung ist. Ich glaube, diese Aussage bedarf keinen weiteren Kommentar.

    Unser oberstes Ziel muss es doch sein, die finanzielle Stabilität unserer Stadt zu gewährleisten und gleichzeitig die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

    Aber hier erst einmal mein Dank an den BG, Frau Hollmann-Koeppen und ihr Team. Es gab wirklich extrem viele Sitzungen auch für uns liebe Kolleginnen und Kollegen. Was musste geschehen, Ausgaben senken, Einnahmen erhöhen.

    Ich denke uns allen war klar, ohne Steuererhöhungen bekommen wir keinen genehmigungsfähigen Haushalt. Nur zur Erinnerung, die letzte Steuererhöhung war 2016 gegen den erbitterten Widerstand von CDU und FDP.

    Über die Erhöhung der Grundsteuer A u. B gab es keine größeren Diskussionen. Aber über die Erhöhung der Gewerbesteuer von 450 % gab es Kritik. Diese kam verständlicherweise aus der Wirtschaft. Nach einem Treffen mit Vertretern des RWF, der Verwaltung und der Politik wurde noch einmal neu gerechnet, sodass es zu einem Gewerbesteuersatz von 430 % kam.

    Über Einsparungen wurde in allen Ausschüssen heftig diskutiert. Wobei bei einigen Positionen ist es schon schwierig. Schon allein die Erhöhung der Personalkosten um 1,3 Mio bedingt durch Tariferhöhungen. Ein Punkt waren natürlich auch die gestiegenen Energiekosten. Aber da ist noch Luft drin, dies in Zukunft zu verbessern.

    2. Steuern

    Nun zu den Steuererhöhungen.

    Die Erhöhung der Hundesteuer ist wirklich moderat ausgefallen und wird im Übrigen erst 2025 erhoben.

    Die Erhöhung der Vergnügungssteuer begrüße ich persönlich sehr. Es gibt in Rotenburg 6 Spielhallen mit 83 Spielgeräten. Meiner Meinung nach zu viel. Wie viele Menschen verspielen dort ihr Geld, was sie meistens in diesem Umfang gar nicht haben. Im Übrigen gibt es in Rotenburg eine Abstandsregelung von 450 m pro Spielhalle. Das ist nicht überall so, soll übrigens jetzt auch in Bremen so geregelt werden.

    Wir investieren auch im Haushalt 2024 enorm in die Infrastruktur, was auch bitter nötig ist. Sei es in den Brückenbau oder das Thema Kanalnetz. Aber die Investitionsliste ist ihnen ja bekannt, wir haben um viele Positionen gerungen. So gab es z.B. einen Antrag der SPD-Fraktion zum Bau von Bushalteüberdachungen.  Auf Vorschlag der Verwaltung wurden dieser Antrag auf 2025 verschoben. Etwas befremdlich fand ich schon von seitens der CDU, man könnte ja auch Regenschirme ausgeben. Fand der eine oder andere sicher lustig. Ich nicht. Nicht jeder kann sich ein Auto leisten. Und wenn ältere Menschen mit Rollator oder Familien mit Kinderwagen unterwegs sind, wären sie sicher dankbar sich geschützt unterstellen zu können.

    Trotz unserer knappen Finanzen haben wir auch Geld für die Grünpflege im Haushalt eingestellt. Auch das ist wichtig für unsere Bürgerinnen und Bürger und auch für die Besucher unserer Stadt. Es gab immer wieder Beschwerden, wie ungepflegt es bei uns aussieht. Aber auch Eigeninitiative ist gefragt. Meine Fraktion hat die Patenschaft und Pflege einiger Bäume und Beete in Rotenburg übernommen. Vielleicht ein Tipp für Alle.

    3. Schulen, Feuerwehr

    Nun zu den Schulen.

    Im Schulausschuss gab es Diskussionen, ob Geld für Mittagessen für armutsgefährdete Kinder zur Verfügung stehen soll – Was für eine Frage.

    Irritiert war ich auch über die Diskussion, ob für Hausmeister von Schulen und Kindergärten Geld für die Arbeitsbekleidung bereitgestellt werden soll. Auch da kann ich nur den Kopf schütteln.

    Ihrem Vorgänger Herr Bürgermeister wurde und wird noch immer vorgeworfen zu viel Geld für Schulen und Mensen ausgegeben zu haben. Aber 2026 kommt die verpflichtende Ganztagsschule. Und was gehört dazu? Mensen. Da sind wir doch schon ganz gut aufgestellt. Wenn wir da noch investieren müssten, würden es unsere nachfolgenden Haushalte schwer belasten.

    Auch die Feuerwehr wird in den nächsten Jahren ein Thema sein, was das Finanzielle anbelangt. Und wie wichtig, dies ist, haben wir im Dezember letzten Jahres erlebt. Und das z.T. über die Weihnachtstage. 465 Einsätze im letzten Jahr. Gut, dass wir bereits in die neue Drehleiter investierten. Auch im Haushalt 24 stehen 370 00 Euro für einen neuen Mannschaftstransportwagen zur Verfügung. Die Frage, die Herr Reinsch stellte, ob auch in Zukunft noch alles weiterhin ehrenamtlich zu stemmen ist, wird sicher noch auf uns zukommen.

    4. Sport und Kultur

    Wir fördern auch weiter den Sport und die Kultur, auch das ist wichtig, um auch die Lebensqualität unserer Stadt zu erhalten. Nennen möchte ich die neue Disc-Golfanlage, die auf unseren Antrag auch mit Zustimmung der Jukunft erstellt. Das ist eine sportliche Betätigung für Jung und Alt und kostet nichts. Im Übrigen wurde sie zu 90 % bezuschusst. Rotenburg ist eine sportliche Stadt mit vielen Ehrenamtlichen. Auch die haben es verdient, unterstützt zu werden.

    Die Kolleginnen und Kollegen der CDU haben ja bereits für den Haushalt 2025 Diskussionen über Einsparungen angeregt. Ja, das ist wichtig und wir wollen uns gerne mit einbringen.

    Was mir allerdings in all den Jahren meiner Ratstätigkeit auffällt, wenn’s ums Sparen geht, immer ging und geht es um die Volkshochschule, das Jugendzentrum und die Bücherei. Waren sie schon einmal an einem Nachmittag in der Bücherei. Wenn nicht, empfehle ich ihnen, einfach mal hinzugehen. Sie werden erstaunt, wie viel Kinder sich mit viel Freude dort aufhalten und lesen ist so wichtig. Wir haben auch dort die Preise moderat erhöht, das finde ich auch ok, aber damit soll es auch gut sein.

    5. Schlusswort

    Das ganze Dilemma unseres engen Haushaltes liegt natürlich an den fehlenden Jahresabschlüssen, denn wir haben noch ca. 40 Millionen nicht testierter Überschüsse aus Vorjahren. Bereits in meiner Haushaltsrede 2016 bemängelte ich gemeinsam mit Herrn Bargfrede die fehlende Eröffnungsbilanz. Uns wurde versichert, die wesentlichen Daten und Fakten wären bereits vom RPA vorgeprüft. Aber wir wissen, die Verwaltung arbeitet jetzt mit vollem Einsatz daran, schnellstmöglichen die weiteren Jahresabschlüsse zu erstellen.

    Wir sind uns bewusst, dass es auch weiter viele Herausforderungen geben wird. Doch wir haben eine effiziente Verwaltung, die sehr offen mit uns Ratsmitgliedern kommuniziert.

    Dafür bedanke ich mich im Namen meiner Fraktion.

    Die SPD stimmt dem Haushalt 2024 zu und hofft auch auf die Zustimmung des restlichen Rates.

  • Andreas Weber: Rede zum VEP

    Andreas Weber: Rede zum VEP

    16 März 2023

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender Gori, sehr geehrter Herr Bürgermeister Oestmann, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

    nachdem wir, der Stadtrat und die Stadtverwaltung gemeinsam mit den überaus kompetenten Projektentwicklern, der „Planwerksta(d)t“ aus Bremen, jetzt ein erfolgreiches integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeitet haben, mit dem wir uns um eine Aufnahme in die Städtebauförderung beworben und in beiden Anträgen den Zuschlag erhalten haben, entscheiden wir heute über einen Verkehrsentwicklungsplan, der vor drei Jahren in Auftrag gegeben worden ist, uns damals insgesamt viel Geld wert gewesen ist.

    Die eröffnete Möglichkeit der Städtebauförderung  in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse durch den Bund und das Land in Höhe von 30 Millionen € innerhalb der kommenden 15 Jahre geben uns dabei eine Handlungsfreiheit auch für die Umsetzung von Verkehrsprojekten, die wir vorher niemals so gehabt hätten.

    Wir haben aus der Politik das Projekt eng begleitet und werden in den Ergebnissen dieses Verkehrsentwicklungsplanes bezüglich der bisherigen Arbeiten und Ausrichtungen unseres Handelns bestätigt.

    Viele positive Aspekte der Entwicklung in Rotenburg in den vergangenen 10 Jahren werden festgestellt, wie zusätzliche Rad- und Gehwege abseits von Hauptverkehrsstraßen, eine intensive Werbung für umweltfreundliche Verkehrsträger, z.B. durch das jährliche „Stadtradeln“, bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt, der Einführung von 2 Fahrradstraßen, sowie viele uns bekannte Einzelmaßnahmen.

    Wir dürfen uns aber auf diesen Errungenschaften nicht ausruhen, sondern haben uns insbesondere um die aufgezeigten Problembereiche zu kümmern, die von der „Planersozietät“ als besonders prioritär eingestuft worden sind. Mit Maßnahmen, die dabei weniger kosten- und planungsintensiv aber mit einer hohen Priorität belegt sind, sollte in diesem Haushaltsjahr schon begonnen werden.

    Wir, die SPD-Fraktion, stimmen mit dem Bürgermeister überein, dass es sich seitens der durch das Planungsbüro „Planersocietät“ Feststellungen und daraus abgeleiteten wirklich fachlich fundierte Empfehlungen handelt. Denn diese sind auf einer Basis von Verkehrszählungen, weiteren Verkehrsanalysen und aus zahlreichen wissenschaftlichen Studienergebnissen und Erfahrungen entstanden.

    Diese müssen jetzt beschlossen werden und bilden im weiteren Entwicklungsprozess der Rotenburger Innenstadt, aber auch von Erschließungsstraßen in unsere Wohngebiete einen sehr guten Orientierungsrahmen. Sie werden im Einzelnen noch politisch erörtert und dann auch haushalterisch festgelegt.

    Im Ergebnis wird in dem VEP von einer weiteren Befassung mit dem Neubau von Umgehungsstraßen eindringlich aus ökologischen und finanziellen Gründen abgeraten, zumal die Entlastungswirkung damit in keinem vernünftigen Verhältnis steht.

    Vielmehr müssen der Fußgänger- und Fahrradverkehr sowie der ÖPNV-Verkehr attraktiver gemacht werden, damit „die wesentliche Herausforderung erreicht wird, unnötigen Kfz-Verkehr zu vermeiden, diesen auf umweltfreundliche Verkehrsträger zu verlagern und den verbleibenden Kfz-Verkehr im städtischen Raum verträglich abzuwickeln.“

    Die SPD-Fraktion und der SPD-Ortsverein haben sich mit den Ergebnissen der beiden Pläne der Stadtentwicklung und dem Verkehrsentwicklungsplan Rotenburgs zusätzlich zu den wöchentlichen Fraktionssitzungen in zwei Ganztages-Workshops in den letzten Wochen intensiv beschäftigt und konnten die Ergebnisse der Untersuchungen sehr gut nachvollziehen und unterstützen  die Empfehlungen in vollem Maße.

    Wir werden dem Verkehrsentwicklungsplan zustimmen und bitten den Bürgermeister daher, schon für dieses Haushaltsjahr 2023 Haushaltsmittel für kleinere Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise das Aufstellen von Sitzmöglichkeiten für Fußgänger mindestens alle 300m an Verbindungsstraßen oder von Sitz- und Überdachungsmöglichkeiten an stärker frequentierten Bürgerbushaltestellen einzustellen, sowie für die baldmögliche Aufnahme einer Entwurfsplanung für die bauliche Umgestaltung der Goethestraße in eine Fahrradstraße, einem unserer größten Konfliktbereiche in der Stadt.

    Durch die erreichte Städtebauförderung wird nunmehr vieles leichter!

     

     

  • Andreas Weber zur Sache „Wümmebrücke Fidi Boom Radweg“

    Andreas Weber zur Sache „Wümmebrücke Fidi Boom Radweg“

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender Gori, sehr geehrter Herr Bürgermeister Oestmann, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    zu diesem richtungsweisenden Tagesordnungspunkt möchte ich gerne für die SPD-Fraktion folgendes anmerken:

    Ein Ziel unserer politischen Arbeit in den letzten Jahren war es, die Verkehrswende voranzutreiben, dass das Fahrradfahren in Rotenburg attraktiver und sicherer wird und Autofahrer aufgrund der neuen Radwege auch abseits von Hauptverkehrsstraßen gerne auf das Fahrrad für Besorgungs- oder Besuchsfahrten umsteigen.

    Daher haben wir es einhellig unterstützt, dass der Ebberskamp, der Sandhasenweg, der Radweg an den Rönnebrockswiesen und der Verbindungsweg ins Wohngebiet Luhne und Gewerbegebiet Hohenesch gebaut wurden.

    Wir haben es auch unterstützt, dass der „Fidi-Boon-Wech“ in der Verlängerung des Sandhasenwegs den Rotenburger Bahnhof mit dem östlichen Wohngebiet Berliner Ring/Brockeler Straße/Jägerhöhe verbindet und sogar eine über unsere kommunale Grenze hinausgehende Radwegverbindung nach Hemsbünde, Brockel und Bothel realisiert.

    Für die Initiative der Stadt Rotenburg im Jahr 2017 sind wir sehr dankbar und froh darüber, dass trotz zahlreicher Diskussionen und Widerstände auch hier im Rat, dieses Projekt positiv beschieden wurde und jetzt nach Förderzusage von ca. 2/3 der anfallenden Kosten auf der alten Heidesand-Bahnlinie verwirklicht wird.

    Gerne hätten wir es gesehen, wenn der erste zu entscheidende Abschnitt, der Brückenbau über die Wümme, direkt an der Bahnlinie geradlinig ohne Verschwenkungen und hochwasserfrei die Wümme überquert hätte, doch hätte dieses eine jahrelange Verzögerung mit sich gebracht, die aufgrund der naturschutzrechtlichen Umstände das Projekt insgesamt, aber auch von der Fördermöglichkeit her hätte gefährden können.

    Ich möchte im Namen der SPD-Fraktion der Verwaltung für die durch die Fachfirma WKC erarbeiteten Vorschläge des Brückenbaus herzlich danken, dass wir einerseits unter verschiedenen Varianten wählen konnten, Vor- und Nachteile diskutieren und abwägen konnten und nunmehr wichtige Gefahrenpunkte der jetzigen Brücke zukünftig entschärft werden:

    Die Oberfläche der Überführung wird bei Feuchte nicht so glatt sein wie die jetzige Holzbrücke, das gefährliche Gefälle zu den Nödenwiesen kann reduziert werden und die rechtwinklige Abfahrt kann um ca. 5° entschärft werden. Im Übrigen sieht die neue Brücke als sogenannte „Fachwerkbrücke“ auch sehr ansehnlich aus und wird gegenüber den Witterungseinflüssen Jahrzehnte länger halten.

    Wir freuen uns darüber, dass die Realisierung schon im Herbst des nächsten Jahres erfolgen kann.

    Ich bin auch dankbar dafür, dass der Bitte unserer Fraktion

    • sicherzustellen, dass die Brücke möglichst zukunftsweisend schon 3,5m breit gebaut wird, also 1m breiter als die jetzige Brücke,

    im Verwaltungsausschuss von allen Fraktionen mitgetragen werden konnte.

    Vielleicht ist es auch schon eine Empfehlung für die weiteren Brücken, die noch über die Wümme in den kommenden Jahren gebaut werden müssen, dass diese dann ähnlich konstruiert werden können.

    Abschließend können wir feststellen, dass die Radwegführung durch diese neue Brücke hinter dem Ronolulu sicherer und leistungsfähiger werden wird und damit der Radverkehr in Rotenburg entscheidend verbessert werden wird.

    Wir, die SPD-Fraktion, stimmen dem Beschlussvorschlag zu.

     

     

  • Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Andreas Weber zur Sache „Winterrasen“

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste!

    Nachdem sich der Bürgermeister und die unterschiedlichen Fraktionen zu dem Thema „neuer Rasenplatz“ im Ahestadion geäußert haben, kann ich dem Bürgermeister und den Fraktionen der Grünen und SPD nur zustimmen, möchte aber zu den mich persönlich und Rolf Ludwig verletzenden Äußerungen in der Stellungnahme der CDU, Herr Purrucker und der Rotenburger Kreiszeitung sagen:

    1. Mangelnde Transparenz:
      Nicht das erste Mal, dass mir dieses fälschlicherweise in Haushaltsdebatten und unterschiedlichsten Themenbereichen vorgeworfen wurde.
      Hier in diesem Fall wurde das Thema politisch seit über 20 Jahren diskutiert! Während meiner Amtszeit in mindestens 25 Sportausschuss-, Verwaltungsausschuss-, Finanzausschuss- und Ratssitzungen!
      Zusätzlich wurde am 7.9.2018 weit vor der wohlgemerkt einstimmigen Entscheidung im Stadtrat, die zweckgebundene Spende von Rolf Ludwig in Höhe von 250.000 € anzunehmen und den Bau eines Winterrasenplatzes in Auftrag zu geben, eine öffentliche Expertenanhörung mit Vertretern des DFB, dreier unterschiedlicher Ingenieurbüros und eines Kunstrasen-Entsorgungsfachmannes durchgeführt, ein Hearing, das über fast 4 Stunden andauerte. Keine Fragen blieben damals offen!
      Meine sehr verehrten Damen und Herren, mehr Offenheit und Transparenz geht wirklich nicht!
    1. Unterhaltssteigerungen wurden immer offen kommuniziert, was alle Ratsmitglieder mitentschieden haben. Es war immer die Rede davon, dass ca. 20.000 € mehr an Unterhalt als für den Grandplatz erforderlich sei, was auch im Protokoll der damaligen Sportausschuss, Verwaltungsausschuss und Ratssitzung unter Gegenüberstellung der Baukosten und der Folgekosten ersichtlich war. Diese Daten wurden alle auf der Basis der Expertenangaben mitgeteilt.
    1. Versprechungen habe ich in meiner gesamten Amtszeit keine vorgenommen, vielleicht außer, dass ich einen Amtseid geschworen hatte, mich mit ganzer Kraft für die Stadt Rotenburg nach bestem Wissen und Gewissen einzusetzen.
    1. Ich bin aber neben der SPD, den Grünen vor allem auch dem Ratsherrn Schwedesky sehr dankbar, weil dieser immer wieder auf Vernunft und Pragmatik hinwies und damit den einstimmigen Beschluss des Rates am 7.9.2021 für die Umwandlung des Schlackeplatzes in einen zusätzlichen Rasenpatz positiv beeinflusste.
    1. Wir haben für den Rotenburger Sport und das Ahestadion, auf dem heute schon wieder eine Jugendmannschaft bei Regen trainierte, etwas sehr positives geschaffen!

    Zu den Leserbriefen werde im mich weiter nicht äußern.

    Abschließend möchte ich mich aber zu dem Kommentar vom Chefredakteur der Rotenburger Kreiszeitung äußern, was auch legitim ist, weil hier nicht die Pressefreiheit betroffen ist, sondern die persönliche Meinung von Herrn Krüger:

    „Ein Rotenburger Mäzen, der dem Fußball der Kreisstadt eigentlich gar nicht so großartig freundschaftlich verbunden ist“ wurde ausgeführt:

    1. Rolf Ludwig ist kein Mäzen, sondern Rotenburger Ehrenbürger, nicht zuletzt auch dafür, dass er sich weit über 60 Jahre ununterbrochen um den Rotenburger Sport gekümmert hat, diesem nicht nur finanziell unterstützt hat – wie dieses ein Mäzen tut – sondern immer im Blick hatte, die Kinder und Jugendlichen von der Straße in die Vereine zu holen, damit sie dort sowohl Bewegung, als auch Gemeinschaft erleben konnten.
    2. Dass er dem Fußball der Kreisstadt nicht freundschaftlich verbunden sei, stimmt ebenso nicht. Denn gerade Rolf Ludwig hat 1977 gemeinsam mit Jürgen Jürgensen und Hinrich Heinecke den RSV gegründet und den Fußballsport der Spielvereinigung und des FC Rotenburg damit gerettet.
    3. Er hat die Sanierung des Vereins vor der drohenden Insolvenz tatkräftig unterstützt und ist einer der häufigsten Besucher des Ahestadions gewesen.

    Bis ihm von einem Verantwortlichen des RSV aber der Zugang zum Oberliga-Spiel verwehrt wurde, weil er sich gegen einen Kunstrasenplatz geäußert hatte, sich der RSV unsolidarisch aus der Familie der Rotenburger Sportvereine herausnahm und schließlich Rolf Ludwig sogar von Vereinsvorstandsmitgliedern öffentlich herabgewürdigt und beleidigt wurde.  

    Rolf Ludwig ist dem Fußballsport in der Kreisstadt aber trotzdem sehr zugetan, förderte die Jugendarbeit des RSV und ebenso die SG Unterstedt, die auch zum Fußballsport der Kreisstadt elementar gehört. Die größte Spende, die die Stadt Rotenburg jemals erhalten hat, über 250.000 € war für den neuen Rasenplatz vorgesehen, zur Förderung des Jugend-Fußballsports gedacht. Dass das Thema zu einem Politikum geworden ist, liegt weniger an Eitelkeiten wie behauptet, sondern eher daran, dass dieses zu einem Politikum von Vereinsverantwortlichen des RSV gemacht worden ist – und heute offensichtlich immer noch gerne gemacht wird.

    Nein, Herr Krüger, da liegen Sie mit Ihrem Kommentar falsch und befeuern den Frust seitens der Fußballer, obwohl ein wenig Selbstkritik in Richtung der Fußballverantwortlichen angebracht gewesen wäre.

    Ich bin im gesamten letzten Jahr mehrfach auf dem Sportplatz in der Ahe gewesen und habe voller Freude beobachten können, wie mit teilweise 4 Kinder- und Jugendmannschaften zeitgleich fast täglich auf dem neuen Rasen trainiert wurde, von Sportlerseite immer mit Begeisterung über den wunderbaren Platz, von Sportplatzwarten begeistert, weil die anderen Rasenplätze Entlastung erfuhren und sich erholen konnten, von den Trainern häufig kommentiert: „Toller Platz, herzlichen Dank dafür, Andreas, aber wir wollen erst einmal sehen, was der Rasen im Winter aushält!“

    Ein Naturrasen, der bekanntermaßen im Winter genauso wenig wächst, wie eine Eiche, der wurde einem völlig unnötigen „Stresstest“ Anfang Januar unterzogen, auf gefrorenem Boden bei Regen und aufgeweichter oberster Grasnabenschicht. Die obere Schicht sei seifig und glitschig gewesen, darunter hart wie Beton! Was für ein Wunder bei der Witterung!

    Von Erwachsenenmannschaften des RSV wurde ein großer Schaden verursacht und damit den Kindern und Jugendlichen auf Wochen eine hervorragende Trainingsmöglichkeit geraubt.

    Was für ein „vorbildliches Verhalten“ der scheinbaren „Idole“ der jungen Fußballtalente!

    Dafür auch öffentlich noch mit Schuldverweisungen Verständnis zu vermitteln, ist für mich und viele Rotenburger Bürgerinnen und Bürger nicht mehr verständlich.

    Der Jugendabteilung des RSV ist es glücklicherweise Dank qualifiziertem Training durch hochmotivierte Trainer und Betreuer auch dank zusätzlich hervorragender Trainingsmöglichkeiten übrigens seit kurzem gelungen, wieder enorm zu wachsen. Dafür von dieser Stelle meinen herzlichen Dank!

     

  • Rolf Klammer zur Sache „Winterrasen“

    Rolf Klammer zur Sache „Winterrasen“

     

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender Gori, sehr geehrter Herr Bürgermeister Oestmann, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

    zunächst einmal möchte ich mich für die SPD-Fraktion beim Bürgermeister für Ihre Ausführungen und für die Arbeit der Verwaltung bedanken, die viel Zeit für die Beantwortung der Fragen der anderen Fraktionen aufbringen musste.

    Wir möchten zunächst einmal feststellen, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen über eine Sportanlage in der Ahe verfügen, die ein Aushängeschild der Stadt Rotenburg ist. Für unsere hier erfolgreich betriebenen Sportarten ist damit eine wunderbare Grundlage gegeben, den jungen Menschen den Sport, Bewegung und Gemeinschaft erlebbar zu machen und dabei den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft zu fördern.

    Dass die Stadt Rotenburg diese Anlagen den Vereinen kostenlos zur Verfügung stellt, ist auch nicht überall so gegeben.

    Das verpflichtet aber erst recht die Vereine verantwortungsvoll mit den Anlagen umzugehen und diese so weit wie möglich vor Beschädigungen zu bewahren.

    Eine in den vergangenen 20 Jahren und den letzten 8 Jahren mitunter recht hitzig und emotional geführte Diskussion um den Bau eines Kunstrasenplatzes ist vor knapp 4 Jahren am 23. Mai 2019 mit einem eindeutigen und                    -Achtung! –

     einstimmigen Beschluss

    beendet worden, die großzügige Spende von Rolf Ludwig in Höhe von 250.000 € anzunehmen und den von allen Parteien bemängelten roten Schlackeplatz in einen Naturrasen, mit der irreführenden Bezeichnung „Winterrasen“, mit Ballfangzäunen und neuer Flutlichtanlage umzubauen. Mit dem zusätzlichen Rasenplatz sollten insbesondere die anderen Rasenplätze eine Entlastung erfahren, damit alle Plätze über die Monate Dezember bis Februar weiterhin bespielbar bleiben und bessere Trainingsvoraussetzungen in den Monaten März – November geschaffen werden.

    Dass dieses sogar in der Corona-Pandemiezeit möglich geworden ist, ist besonders positiv hervorzuheben.  Im Mai 2022 konnte der Platz seiner Bestimmung übergeben werden und begeisterte alle. Ein absoluter Gewinn für unsere Stadt und unseren Sport, insbesondere den Fußballsport.

    Nun ist in den vergangenen Wochen der Rasen vollkommen überstrapaziert worden, hätte für die weitere Nutzung nur für wenige Tage witterungsbedingt gesperrt bleiben müssen, dann wäre der Schaden in Grenzen geblieben. Dass der Schaden jetzt so groß ist, wird der Stadt vermutlich viel Geld kosten.

    Die öffentliche Kritik der CDU-Fraktion, dass es an Transparenz im Entscheidungsprozess gefehlt haben soll, ja sogar, dass gewollt falsch informiert worden ist, dass Versprechungen gemacht und nicht eingehalten worden seien, entbehrt jeder Grundlage und wird daher von unserer Seite absolut zurückgewiesen. Diese ist schädlich für den Umgang miteinander in Rotenburg! Ein einstimmiger Beschluss für den Umbau des Schlackeplatzes zu einem Naturrasen zeugt davon, dass alle sich dafür entschieden haben.

    Mit Ihrer damaligen Mehrheit im Rat, hätten Sie eine andere Entscheidung herbeiführen können, wenn sie denn Einigkeit bei sich gehabt hätten. Hier muss man aber aus unserer Sicht sagen, dass die Vernunft schließlich für den Umbau und den Neubau eines Naturrasenfeldes gesiegt hat.

    Dass die Beschädigungen des „Winterrasenplatzes“ auf eine nicht sachgemäße Nutzung zurückzuführen sind, ist unübersehbar.

    Ich habe schon in den damaligen Beratungen darauf hingewiesen, dass ich davon ausgehe, dass dieser Platz länger zu bespielen sein wird und auch früher wieder bespielbar ist als die anderen Plätze. Voraussetzung dafür ist allerdings eine sachgemäße Nutzung und eine entsprechende Pflege.  

    Wir brauchen hier keine Arbeitsgruppe, liebe CDU-Fraktion, die einen Masterplan für die Sportanlage erarbeitet. Notwendig ist es ausschließlich, dass mit unseren Sportanlagen verantwortlich umgegangen wird und den Anordnungen der Sportplatzwarte gefolgt wird, ansonsten ein selektives Nutzungsverbot ausgesprochen werden muss, wie dieses früher auf dem Sportplatz auch so Usus gewesen ist.

    Abschließend möchte ich an dieser Stelle Rolf Ludwig noch einmal im Namen der SPD-Fraktion herzlich danken für seine jahrelange unermüdliche Unterstützung des Rotenburger Sports – insbesondere auch des Fußballsports!

    Herzlichen Dank!